28 Februar, 2013

ich bin müde.

quentin hat fieber. fieberträume. heilsam; aufzuwachen, tasse, taschentuch und den schund des tages in die bettlaken geschwitzt. anis-fenchel.

am morgen lacht ein mädchen so schrill, so laut, so bedrängend. wie ein bunt gefiederter vogel, der den südlichen amazonas seine heimat nennt. 

quentin ist dir nicht bös. 

quentin im post-amt: der blick in die aula des gebäudes weckt ihn, macht ihn wach. herrlicher bau das / bauhaus das. in einem eck der stadt, in dem die sonne nicht mehr scheint. nimmermehr. 
lidltüten und mies van der rohe.

das gesicht des gedrungenen herrn am schalter lässt quentin zucken; blicke die tappsen und antworten die auf strafe lauern.

in der vorschule gab es den bernhard. der bernhard hatte ein hautfarbenes pflaster auf dem linken aug, mit bunten dinosauriern darauf und deshalb hat man ihn geschubst. oder ihm ins ohr gespuckt. kinder lachen dann. und der bernhard hat geweint. und daheim hat ihn der vater in die luft gehoben, geschichten von piraten erzählt mit augenklappe. und der bernhard hat geweint.

quentin gibt dem postbeamten trinkgeld. der postbeamte findet das seltsam. quentin irgendwie auch. 

stiefel aus spanischem leder und tränen schmecken wie saure johannisbeeren von katjes in einem leeren kinosaal. 

heute ist quentin sehr glücklich; er spricht nicht viel.

im winter ist der mensch ehrlich.

küsse wie schleifpapier. 

amerika.  

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