31 März, 2012

nächtens

man wollte ja eigentlich gar nicht hier sein jetzt. mönch hatte man sein wollen. früh aufstehen, weniger rauchen, öfter mal artischocken und nur rotes fleisch. aber ich steh wohl wieder hier, auf lässigkeit bedacht und schaue den anderen beim tanzen zu; einige haben schon spaß. andere hoffen noch. 
mädchen: hübsch sind manche, bedeutungsschwanger die meisten. aber die fehlgeburten klatschen auf den linoleum boden, bei den ersten sätzen, die dir, bruchstücke nur, in die ohrmuschel gehämmert werden, dass es dich zusammenfahren lässt. 
getränk in der hand, wichtig; boje. keiner trinkt heutzutage mehr cola-rum.
unverbindlich blicke fangen wie fliegenfallen fliegen fangen. übung. 
an die toilettenkacheln hat mit schablone jemand einen atemlosen jean-paul belmondo gesprüht. liegt es am cola-rum oder am dumpen licht, denn dieser belmondo sieht gerade aus wie eine verwegene version von uwe barschel. hatte jemand ernstlich badewannen in genf im sinn. sinnfragen: truffaut oder godard oder john candy?
an der bar meint jemand, dass ich dieses assoziative gerede endlich sein lassen soll, man verstehe ja kein wort von dem was ich sage, meine, wolle.
ich nicke euphorisch. 
ein mensch mit gold/silber beschuppter rettungsdecke, zeichnet sich auf der tanzfläche als graziöser stierkämpfer aus. das ist ein glücklicher, denk ich mir, ein guter. 
und so werden alle irgendwie recht behalten. denn die nacht gibt jedem recht, der ihr zuhört.  
zwischen daumen und zeigefinger drehe ich das puzzle-stück, das sich heute nacht als pfandmarke verdingt und das morgen im portemonnaie, wie phönix aus der asche, wieder auftauchen wird.
unlösbares puzzle.


1 Kommentar:

  1. Ein Nebenarm der in den Fluss nahmens "Erster Weltkrieg" floss hieß "Kulturpessimismus". (etwas übertrieben der Vergleich, ich weiß). Nimms nicht so schwer, Clowns gibt es überall. Hermann ging als Steppenwolf schon den schweren Gang und liefert uns die Antwort, sodass wir sie nicht mehr suchen müssen. "HUMOR" lachte ihm sein Mozart entgegen. Das das schöne Meer, in das wir alle Rinsale fließen lassen sollten. Denn Meer ist meer. Das Paradis wartet im Himmel auf uns, jetzt lasst uns erst noch ein wenig leben.

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